Evangelisch in Böckingen

Kruzifix Auferstehungs-

So war das früher:

Böckingen ist der älteste und mit seinen fast 22 000 Einwohnern neben der Kernstadt mit Abstand größte Stadtteil Heilbronns. Aus dem kleinen Dorf am See, das im Bauernkrieg Berühmtheit erlangte, wurde im Zeitalter der Industrialisierung eine Arbeiterwohngemeinde, die ihre Einwohnerzahl in nur drei Jahrzehnten versiebenfachte. Diese Strukturschwäche führte letzten- endes dazu, dass die stark verschuldete Stadt Böckingen 1933 nach Heilbronn eingemeindet wurde. Man redete nicht gut über Böckingen und die Böckinger. Die Erinnerung daran ist bei vielen heute noch lebendig. Doch stand man zusammen und blieb auch beeinander, selbst als in den achtziger Jahren die Gemeinde durch Zuzüge in das neue Wohngebiet auf der Schanz mit über 13 000 evangelischen Christen zur größten Kirchengemeinde Württembergs anwuchs. Doch die Kirchenleitung drängte auf eine Gliederung. Überschaubarere Strukturen könnten die Gemeindearbeit intenisvieren.  

 

Mit einer Gliederung tat man sich gedanklich lange schwer, aber sie ergab sich dann doch bruchlos. 1989 war es dann soweit: Die Bahnlinie von Heilbronn nach Karlsruhe markierte die Grenze zwischen Alt- und Neuböckingen. Südlich davon bildete sich die Stadtkirchengemeinde, nördlich davon entstand neu die Auferstehungskirchengemeinde. Es sollte sogar noch eine dritte Teilgemeinde entstehen. Diese Gliederung wurde allerdings wegen der zückgehenden Gemeindegliederzahlen und der Pfarrstellenreduzierung nicht vollzogen. Vieles blieb jedoch in gemeinsamer Verantwortung und dies hat sich auch über viele Jahre bewährt.  

 

Und so ist das jetzt:

Der Pfarrstellenplan erforderte weitere Opfer. Aus den ursprünglich mal 6 Pfarrstellen blieben nur noch 3,75. Pfarrbezirke wurden neu zugeschnitten. Ein Teil der Böckinger im Süden wird vom Pfarrer aus Klingenberg betreut. Und irgendwann stellte sich auch die Strukturfrage neu. Manches sprach dafür, die Gliederung in Teilgemeinden zurückzunehmen und wieder die große Einheit Kirchegemeinde Böckingen zu schaffen. Am 1. Januar 2011 hörte dann die Gesamtkirchengeinde Böckingen auf zu existieren und die beiden Teilkirchengmeinden gingen in der einen großen Kirchengemeinde Böckingen mit jetzt wieder 8500 Gemeindegliedern auf. Parallelstrukturen konnten abgebaut werden. Es gibt nur noch einen Kirchegemeinderat, der für das gesamte Gemeindeleben zuständig ist. Dennoch werden die jeweiligen Gruppen und Kreise um die Aktivitätsschwerpunkte Stadtkirche und  Auferstehungskirche das Gemeindeleben bestimmen.

 

Aber auch das ist uns wichtig:

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Böckingen gehört zusammen mit anderen Gemeinden zum Kirchenbezirk Heilbronn. Geschwisterlich fühlen wir uns mit den benachbarten christlichen Gemeinden verbunden, der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz und der Evangelisch- Methodistischen Gemeinde.

Die Evangelische Kirchengemeinde Böckingen gehört zusammen mit anderen Gemeinden zum Kirchenbezirk Heilbronn. Der Heilbronner Kirchenbezirk hat ein eigenes Internetportal. Links findet man dort zum evangelischen Kirchenbezirk Heilbronn mit seinen Gemeinden ebenso wie zum Gaffenberg mit den Kinderfreizeiten im größten Waldheim Europas. Junge Senioren sind genauso vertreten wie das Jungendwerk. Der Zugang zum Diakonischen Werk und dem Bezirksarbeitskreis der Frauen ist leicht zu finden. Die Erwachsenebildung breitet auch im Internetportal seine Arme aus.
 
Ergänzt werden diese nützlichen Links durch die Online-Ausgabe des Mitteilungsblatts der Gesamtkirchengemeinde Heilbronn, einem Downloadbereich, aber auch durch Buchkritiken und Besinnliches aus der redaktionellen Hand von Pfarrer Matthias Treiber, der auch die Pressearbeit und Internetpräsenz des Kirchenbezirks Heilbronn engagiert verantwortet.